Motorradtuning von ABP-Racing
Motorradtuning von ABP-Racing
Tuningfachbetrieb für Motorrad- und Quadumbauten
Tuningfachbetrieb für Motorrad- und Quadumbauten

Auszüge aus dem Testbericht in der Zeitschrift Motorrad 20/2012

"Tuning ist ja oft ein zweischneidiges Schwert. Da wird wie wild gefeilt, geschraubt, gefräst und poliert - und am Ende ist zwar meistens mehr Leistung da, aber auch einiges an Laufkultur und Alltagstauglichkeit den Bach heruntergegangen. Und ganz nebenbei ist der Spaß oft auch nicht eben billig.
Ralf Welzmüller von ABP-Racing kennt diese Problematik nur zu gut, und wählt in vielen Fällen bewusst einen anderen, milderen Ansatz: "Wir können auch anders, aber viele Kunden möchten eine kostengünstige, alltagstaugliche und standfeste Verbesserung der Motorleistung."

Das hört sich nur allzu vernünftig an, aber werden seine Tuning-Objekte dem Anspruch gerecht? MOTORRAD probierte eine mit relativ überschaubarem Aufwand optimierte Yamaha XT 660 X.
ABP-Racing bearbeitete Kanäle und Ventilsitze, optimierte das Mapping und sorgte durch freie Atemwege auslass- wie einlassseitig für einen besseren Luftdurchsatz. Alles in allem werden bei Anlieferung eines Motors weniger als 2000 Euro fällig, wobei die beiden Akrapovic-Dämpfer fast die Hälfte ausmachen.

 

 

 

 

Schon die Prüfstandskurve beweist: Hier wurde saubere Arbeit geleistet, der Einzylinder hat im gesamten relevanten Drehzahlbereich zugelegt. In der Spitze konnte man rund zehn Pferdchen draufpacken.
Im Teillastbereich läuft der getunte Motor keineswegs unkultivierter als das Serientriebwerk. Viel wichtiger ist der praxisgerechte Drehzahlbereich über 4000/min, wo deutlich mehr Schub und Spritzigkeit anliegen. Der Kraftzuwachs bringt außerdem objektiv spürbar bessere Fahrleistungen und subjektiv eine gesteigerte Fahrdynamik. Und am oberen Ende des Drehzahlbands, wo einer XT üblicherweise die Luft ausgeht, dreht der ABP-Motor viel freier.
Der Drehzahlbegrenzer greift unverändert bei 7250/min ins Geschehen ein. Sicher kann eine dermaßen präparierte Yamaha noch keinen 690er-KTM Paroli bieten, doch passt die spritzigere Charakteristik nun deutlich besser zum Motorradkonzept als im Serienzustand, wo sich die XT doch ziemlich zugeknöpft gibt.

Spaß bereitet die ABP-XT auch deshalb, weil sie an Laufkultur wirklich gar nichts eingebüßt hat, subjektiv durch den Drehmomentzuwachs eher sogar zugelegt. Hier hat der geschmeidige Yamaha-Motor Vorteile gegenüber dem rau-rappeligen KTM-Antrieb, die Tuning-X zieht ganz sanft bereits mit 2000 Touren voran.

Schon von Haus aus zählt das Fahrwerk der XT eher zu der nervöseren Sorte, mehr Power verstärkt diese Tendenz noch. Im hohen Geschwindigkeitsbereich wird die Lenkung zwar nicht kritisch, aber mitunter doch ziemlich unruhig.

Aber eine Supermoto ist ja schließlich ein Kurvenflitzer, kein Autobahn-Brenner. Und in dieser Beziehung bietet die ABP-Yamaha eine äußerst unterhaltsame Vorstellung. Die man wohl dauerhaft genießen kann, denn die gesamte Hardware im Motorinneren - also Kurbeltrieb, Kolben und Nockenwellen - bleiben unangetastet. " 

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© ABP-Racing Ralf Welzmüller e.K.